Ich will verstehen, wie Dinge funktionieren – und sie besser bauen
Angefangen habe ich in der Metallindustrie, mit einer Ausbildung zum Schlosser. Mich hat schon immer gereizt, am Ende des Tages ein fertiges Produkt in der Hand zu halten. Das ist bis heute so: Einen Großteil unserer Möbel habe ich selbst gebaut – als Ausgleich zum Schreibtisch. Dabei hat mich nie nur interessiert, dass etwas funktioniert, sondern warum.
Zahlen, Logik und Code
Der Wechsel in die IT war eine Mischung aus Zufall und dem sanften Druck meiner Eltern, mein bilinguales Abitur nicht ungenutzt zu lassen. Also habe ich den Eignungstest der RWTH Aachen gemacht – und ihn mit Bravour bestanden. Manchmal ist das, was man gern tut, nicht dasselbe wie das, was man richtig gut kann. Bei mir sind das Mathematik, Logik und Programmieren.
Es folgte ein duales Studium: die Ausbildung zum MATSE bei der AixpertSoft GmbH und parallel der Bachelor in Scientific Programming an der FH Aachen. Dort bin ich zu dem Thema gekommen, das mich seitdem begleitet: Software für Rechenzentren und IT-Infrastruktur. Ich habe einen 3D-Editor für virtuelle Rechenzentrums-Begehungen entwickelt und in meiner Bachelorarbeit Gebäudemodelle (BIM) in Infrastruktur-Management-Software integriert.
KI, lange bevor sie zum Hype wurde
Für meinen Master in Artificial Intelligence bin ich an die Universität Maastricht gegangen. In meiner Masterarbeit habe ich mit Mustererkennung aus einer Configuration Management Database (CMDB) Handlungsempfehlungen für den IT-Betrieb abgeleitet – KI angewendet auf genau die Infrastrukturdaten, mit denen ich jeden Tag arbeite.
Selbstständig – und Verantwortung für Teams
Im Sommer 2019 habe ich Software Schmidt gegründet. Mein erster großer Auftrag: Infrastruktursoftware für eine der größten Versicherungsgruppen Europas, von Hardware-Scans bis zu Management-Dashboards – sie ist bis heute im Einsatz. Dazu kam die Mitarbeit an einem Forschungsprojekt, das Rechenzentren in Windkraftanlagen erprobt: überschüssiger Strom wird direkt vor Ort genutzt, der Turm dient als passive Kühlung.
Als angestellter Senior Development Lead habe ich ein Social-Recruiting-Startup auf dem Weg von der Agentur zum Softwareunternehmen begleitet und das Produkt in ein eigenes Entwicklungsteam überführt, das ich als Scrum Lead geführt habe. Zuletzt war ich Senior Fullstack Developer bei einem großen europäischen Vermögensverwalter. Den Weg in die Finanzbranche hat mir ein langjähriges Hobby geebnet: Seit Jahren entwickle ich eigene Werkzeuge zur Aktienanalyse.
Heute
Heute arbeite ich wieder mit voller Kraft für Software Schmidt. Mein Ansatz ist über all die Jahre derselbe geblieben: Erst verstehe ich, wie ein System wirklich funktioniert – technisch und in den Abläufen dahinter. Dann baue ich es so, dass es zuverlässig läuft, und optimiere dort, wo es den größten Unterschied macht. Mit kurzen Wegen zwischen Anforderung und Ergebnis.